Der Motorradrennfahrer Jeremy McWilliams ist nicht jedem Fan des Motorsports ein Begriff. Dabei startete der 1964 in der nordirischen Hauptstadt Belfast geborene Rennfahrer in 177 Rennen der Motorradweltmeisterschaft. Allerdings findet sich sein Name nur ein einziges Mal in der Siegerliste eines Rennens.
Erstes Rennen 1993 in Australien
Das erste Rennen bei der Motorrad-Weltmeisterschaft absolvierte der damals schon fast 29-jährige Jeremy McWilliams am 28. März des Jahres 1993 beim Großen Preis von Australien. Bei dem Rennen in Eastern Creek, das vom späteren Weltmeister Kevin Schwantz gewonnen wurde, startete McWilliams in der Klasse bis 500 cm³. In insgesamt 13 Rennen des Jahres 1993 ergatterte der Motorradrennfahrer aus Nordirland ganze 17 Punkte und belegte somit am Ende Rang 22 im Gesamtklassement unter 40 Fahrern. In der zweiten Saison schaffte McWilliams immerhin 49 Punkte und landete damit im Gesamtklassement auf der 12. Position. Es folgten zwei weitere Jahre im Mittelfeld der Klasse bis 500 cm³.
Erfolgreicher Klassenwechsel im Jahr 1997
Im Jahr 1997 erfolgte dann ein Wechsel der Klasse, fortan startete Jeremy McWilliams in der Klasse bis 250 cm³. Dieser Wechsel sollte zur erfolgreichsten Zeit in der Motorrad-WM für den Nordiren werden. Nachdem es in der ersten Saison nur zu Rang zehn mit 79 Punkten reichte, sprang schon im Jahr darauf der erste von insgesamt sechs Podestplätzen heraus. Beim Großen Preis von Deutschland 1998 auf dem Sachsenring landete Jeremy McWilliams hinter Tetsuya Harada und vor dem späteren Vize-Weltmeister Valentino Rossi auf Rang zwei. In der Gesamtwertung standen am Ende der Saison 87 Punkte und Rang neun. Auch die nachfolgenden beiden Jahre brachten kleinere Erfolge. So landete der Nordire im Jahr 1999 beim Großen Preis im niederländischen Assen auf Rang drei, zudem folgten 2000 sogar zwei dritte Plätze.
Das erfolgreiche Jahr 2001 und der erfolglose Aufstieg
Im Jahr 2001 gelang Jeremy McWilliams schließlich ein Sieg in der Klasse bis 250 cm³ in der Motorrad-WM. Der Nordire gewann am 30. Juni das Rennen in Assen vor dem Spanier Emilio Alzamora. Zudem schaffte McWilliams in dieser Saison auch noch den dritten Rang beim GP des Pazifiks. In der Saison 2001 brachte es der inzwischen bereits 37-jährige Motorradrennfahrer auf 141 Punkte in 16 Rennen. Somit landete er am Ende der Saison auf Rang sechs der Gesamtwertung. Nach seinem erfolgreichsten Jahr als Motorradrennfahrer folgten dann aber weniger erfolgreiche Zeiten. McWilliams wechselte erneut in die Königsklasse des Motorradrennsports, die inzwischen Moto GP hieß. In den nachfolgenden drei Jahren brachte es McWilliams auf insgesamt 112 Punkte, was ihm in diesen Jahren keinen Platz unter den besten zehn Fahrern einbrachte. In den Jahren 2005 und 2007 folgte jeweils nur ein Rennen, ehe eine Verletzung für das Ende seiner Karriere sorgte. Insgesamt bestritt Jeremy McWilliams 177 Rennen in der Motorrad-WM.
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